Wir schreiben Geschichte: Die “World Scenic Flights”!

2. Mai 2008

Freitag, 2 Mai 2008

Es ist ein bewegender Moment, jetzt da die “World Scenic Flights” vollständig sind und letzten Endes, nach hunderten von Stunden in schlaflosen Nächten, der Öffentlichkeit präsentiert werden, nach all den zahllosen Abenteuern und Bemühungen in der ganzen Welt. Die Gefühle sind schwer zu beschreiben und die Gesichter der Menschen und Freunde, die wir auf dem ganzen Globus getroffen haben, habe ich ständig vor meinem geistigen Auge. Wir danken euch wirklich, dass ihr geholfen habt, dieses weltweit einzigartige Projekt möglich zu machen. Es war uns eine Ehre euch zu treffen und mit euch zu “arbeiten”, und wir werden die Momente in Ehren halten, die wir zusammen verbracht haben. Es ist unglaublich, mit wieviel Enthusiasmus Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammenarbeiten, wie sie sich selbst übertreffen und etwas so brilliantes, warmes und farbenfrohes wie die “World Scenic Flights” erschaffen können. Der Film zeigt, wie schön und vielfältig die Welt ist - und wie nahe zugleich alles beieinander liegt. Es ist eine kleine Welt und noch viel wichtiger: Es ist ein und die selbe Welt. Lasst uns das niemals vergessen, wenn wir jeden Abend die Nachrichten anschaun.

Den Download für den “World Scenic Flights” Film in Hoher Qualität (84 MB) gibt es hier:
HeliGraphix World Scenic Flights Download

Oder schaut es auf YouTube an:
HeliGraphix World Scenic Flights YouTube

Wir bekommen nichts für den Film, außer euren Eindrücken - also bitte TEILT den Film mit so vielen Freunden wie ihr könnt, und wir sind froh über jeden Kommentar, den wir bekommen. Ihr könnt ihn entweder im englischen Blog geben, oder sogar noch besser im Gästebuch auf der Webseite (www.heligraphix.com/wsf.htm) oder auf YouTube.

Passt auf euch auf!

Soundtrack, WSF Kalender und Erscheinungsdatum

30. April 2008

Dienstag, 29. April 2008

Erst kürzlich schrieb Ken Yap aus Singapur und sagte uns, dass wir die Blog-Leser nicht im Stich lassen sollen. Das ist cool, denn er war der Einzige unter vielen anderen, der uns nicht fragte, “Wann kommt der WSF Film raus?!” :-)

Die letzten Wochen haben wir am WSF Soundtrack gearbeitet, und die Bemühungen dafür hätten wir uns in unseren wildesten Träumen nicht vorgestellt. Meine ursprüngliche Idee war, dass wir ein musikalisches “Hauptthema” benutzen und dazu länderspezifische Elemente einbauen, wofür wir spezielle Instrumente benutzen. Es ist klar, dass diese Idee eine sehr weite Spanne von Möglichkeiten eröffnet, und dass das Finden oder Komponieren eines Hauptthemas alles andere als einfach ist.


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Nachdem wir eine Weile experimentiert hatten, entschieden wir dass die einzige Art von Musik, die zu solch einer Vielfalt von zusätzlichen Elementen passen würde, und die ihr Tempo harmonisch mit den Bildern verändern konnte, Klassische Musik war. Die Aufgabe bestand also darin, ein Stück zu erstellen das harmonisch in sich selbst war, aber mit genügend Raum, um Dinge hinzuzufügen wie ein Didgeridoo für Australien, oder Arabische Töne für Ägypten.

Nun, wir blockierten Patrick’s Studio viel länger als erwartet (Wochen!), daher kostet der Soundtrack im Grunde einige tausend Euro… Das Resultat allerdings ist so gut, dass es sich mit einem Hollywood Soundtrack messen kann! Wirklich, es ist fantastisch und wir können nur hoffen, dass ihr den Film nicht auf einen Laptop anschaut oder auf kleinen PC-Boxen anhört! Bitte verwendet ein Heimkino-System! Wir haben es professionell abgemischt und haben eine Analoge Premium Kompressions-Ausrüstung benutzt (nicht das stumpfe digitale Zeug!), um ein gutes Klangvolumen zu erreichen und keine Kompromisse bei der Klarheit des Sounds machen zu müssen. Es ist alles kristallklar und verdient die beste Soundanlage, die ihr auftreiben könnt! (Zugegeben, der Windows Audio Codec um die Datei für das Internet zu komprimieren, wird die Klangerfahrung etwas verringern. Aber später in diesem Jahr, auf unserer “Empire of Madness” DVD, werden wir den gleichen Film in bester Audio/Video Qualität anbieten. Es lohnt sich zu warten!)


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Wenn wir schon über dieses Jahr sprechen… Im Mai 2008 (d.h. in nur drei Wochen von jetzt an) wird der WSF Kalender erscheinen. Es ist eine brilliante Sammlung der besten WSF Bilder, kombiniert mit einem eleganten Kalender im A3 Format (42 x 30 cm). Er ist nicht nur ein perfektes Geschenk, ihr werdet auch einen für euer Büro oder die Heli-Werkstatt haben wollen! Sichert euch schnell euer Exemplar - ihr werdet wieder begeistert sein! :-)

Okay, jetzt zur “Frage des Jahrzehnts”: Wann kommt der “World Scenic Flights” Film raus?!

Die Veröffentlichung ist für den 02. Mai 2008 über die HeliGraphix Webseite und den englischen Blog geplant. Unsere Partner werden das Video auch auf ihren Webseiten anbieten. Wir freuen uns darauf zu hören, was ihr über diesen globalen Wahnsinn denkt!

Mitternachtswitze: Der Russische Kreml

29. März 2008

Freitag, 28. März 2008

Ich bin normalerweise der Typ, der (sehr) lange bis in die Nacht/Morgenstunden arbeitet und es bevorzugt, etwas später aufzustehen wenn möglich. Gestern war das alles anders - ich bin schon um 1 Uhr ins Bett gegangen aber um 5 Uhr aus einem unbekannten Grund aufgewacht. Und das erste was mir in den Sinn kam, war ein kleiner Witz über den Kreml; ich finde ihn wirklich so toll, dass ich ihn euch erzählen muss:

Frage: “Wer lebt im Kreml?”
Antwort: “Kremlins.” Nie nach Mitternacht füttern… :-D

Der Wahnsinn von Moskau!

27. März 2008

Dienstag, 25. März 2008

Der Nachtzug nach Moskau braucht 8 Stunden; es ist sicher, ihn dieser Tage zu benutzen und abgesehen von einem Betrunkenen, der seine Bierdose in unserem Abteil heruntergeschmissen und den ganzen Inhalt über den Heizkörper verschüttet hat, war die Reise ziemlich komfortabel. Dennoch ein “netter” Biergeruch”.

Unser Freund Ruud Westerhout wurde in den Niederlanden geboren, hat aber den Großteil seines Lebens in Russland verbracht. Er weiß wie das System funktioniert und wie man Gebrauch davon macht - mit anderen Worten, er ist ein Organisationswunder. Er traf uns auf einem der vielen Moskauer Bahnhöfe (sie haben einen für jede Richtung) und ab gings in den halb-chaotischen Verkehr von Moskau. Rudd meinte, hier zu fahren ist etwas, an das man sich erst gewöhnen muss; nun, nachdem wir in Indien, Nepal und in arabischen Staaten gefahren sind finden wir, dass es is Moskau einigermaßen geht für seine Größe.
Die Innenstadt zählt übrigens ungefähr 10 Millionen Einwohner; das macht sie effektiv zur größten Metropole Europas und sie ist die Heimat der meisten Milliardäre. Sie ist allgemein auch als teuerste Stadt der Welt bekannt.


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Erstes Ziel heute morgen war der Hobbyline R/C Laden (www.hobbyline.ru), ein gut gefüllter Helikopter Spezialist, der von Igor “Garry” Orlov und seinem Vater geführt wird. Igor ist einer der besten 3D Piloten Russlands und - mehr als das - ein Multitalent! Er besitzt einen Doktorgrad in Rechtswissenschaften, ist ein talentierter Musiker der in einer Rock’n'Roll Band spielt und hat viele andere Interessen. Das Auffällige an ihm ist seine gesunde und unvoreingenommene Einstellung zu Modell Helikoptern. Er spricht freiheraus, wie die “berühmten” 3D Masters den Bach runtergehen weil sie kommerzialisiert werden, dass es dort nicht immer wirklich fair zugeht, wie spießig viele der bekannten R/C Piloten sind und denken wie cool sie sind, obwohl sie es überhaupt nicht sind und wie er das Hobby ohne jeglichen Druck genießt. Eine scharfer Verstand und eine gute Sichtweise wie seine sind rar, daher war es definitiv interessant und spassig, sich mit ihm zu unterhalten. Und kein Wunder, dass es zwei oder drei Stunden gebraucht hat, bis wir den Shop verlassen hatten und uns auf den Weg zum weltbekannten Roten Platz machten.


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Die unglaubliche Basilius-Kathedrale, der Rote Platz und der Moskauer Kreml gehören zweifellos zu den bestbekannten Sehenswürdigkeiten der Welt. Da Letzteres die Heimat der russischen Regierung ist, muss man nicht erwähnen, dass jeder Versuch hier zu fliegen in ernsthaften Schwierigkeiten enden würde - oder sogar Schlimmeres. Was man also braucht, ist eine offizielle Erlaubnis! Alle Leute die wir gefragt hatten sagten uns, dass es schlicht unmöglich sei und empfahlen uns, es einfach zu vergessen. Nun, was ihr vergessen habt, dass wir HeliGraphix sind! ;-))
Unser größtes Problem war jedoch, dass wir keinen Helikopter hatten mit dem wir fliegen konnten. Kurz bevor wir nach Moskau aufgebrochen waren, rief Jan Henseleit an und sagte uns, dass FedEx ihn kontaktiert hatte. Sie können ein Paket in 1-2 Tagen an fast jeden Ort der Welt liefern - aber nicht nach Moskau. Die Lieferung würde vom Zoll für mindestens eine ganze Woche aufgehalten werden! Phhhhwwwww… das war also ‘Game over’ für Scenic Flights mit einem MP-XL in Moskau. :-(

Wir diskutierten mögliche Alternativen mit Igor, mussten aber traurigerweise feststellen, dass es nicht dasselbe wäre, einen anderen Heli (trotz unserer Ersatzhaube) vor diesem Monument zu fliegen. Lieber ein anderes Mal wiederkommen und versuchen, eine neue Erlaubnis zu bekommen. Das bedeutet automatisch, dass wir dann für den finalen WSF Film, die (absolut repräsentativen) St. Petersburg Aufnahmen nehmen werden.
Wir vier (Igor, Ruud, Saskia und ich) gingen trotzdem zum Roten Platz und checkten die Örtlichkeit nach den besten WSF Perspektiven. Ansonsten hatten wir viel Spass, eine schnelle Szene für den kommenden Sergeji Stanikow Film von HeliGraphix zu drehen; Ruud spielt einen russischen Regierungsbeamten der aus dem Kreml rennt und Sergeji im deutschen Exil anruft, um seinem Land zu helfen, das unter einer ernsten Wodkaknappheit leidet… :-) Der Film ist wirklich cool, da er von Sergeji’s ‘Verrückten Turbinen Cart’ handelt (einem turbinengetriebenen Fahrzeug); er wird später in diesem Jahr veröffentlicht. Das wollt ihr zweifellos nicht verpassen!


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Der erste Tag war viel zu schnell zuende und am nächsten Tag gingen wir mit Ruud’s T-Rex 450 im Herzen Moskaus fliegen. Gibt es dort irgendwelche Fluggebiete? Nicht wirklich, aber wir wählten einfach eine Art Verkehrsinsel; dort gab es alles, was wir uns wünschen konnten: Viele Autos, eine belebte Bahnlinie, Stromkabel, Polizei Patrouillen (die den Heli toll fanden) und schlechtes Wetter.
Ruud crashte den Heli in nur 10 Sekunden. :-) Aber trotz einiger kaputter Teile, wie angebrochenen Blättern, flog er wirklich toll. So dauerte der Spass die ganzen fünf Akkupacks die wir hatten; sehr coole Aktion! :-)


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Nach einer wunderbaren Zeit und viel Spass mit Ruud und Igor mussten wir uns verabschieden und fuhren zurück nach St. Petersburg. Dort trafen wir wieder Alex und heli-Alexey auf einen entspannenden Kaffee - nette Jungs! Zurück im Hotel packten wir unsere Sachen und sind jetzt auf dem Weg zum Flughafen. Ein weiteres cooles Abenteuer ist zuende - vielleicht das letzte, bevor der WSF Film letztendlich herauskommt. Wann war das nochmal?
Es wird einen weiteren kurzen WSF Bericht in ROTOR 05/2008 geben und das Video wird ungefähr zur gleichen Zeit erscheinen - das wird also Ende April 2008 sein. Verfolgt weiterhin diesen Blog, denn hier wird das Erscheinungsdatum als erstes veröffentlicht!

St. Petersburg / RUSSLAND - Heiße Action!

24. März 2008

Sonntag, 23. März 2008

Abgesehen von der Tatsache, dass Russland - die Russische Föderation um genauer zu sein - das größte Land der Erde ist und daher einfach Teil des WSF Projektes sein muss, entstand die Idee dort hinzugehen vor über einem Jahr, während unserem Besuch in Schweden. Unser guter Freund Alex Bagrov, der dort lebt, hat seine Wurzeln in Sankt Petersburg (das ehemalige Leningrad) und wir stimmten zu, dass es cool wäre, dort auch zu fliegen.

Russland wurde im 9ten Jahrhundert von einem Wikinger Krieger aus Norwegen gegründet. Seitdem war seine Geschichte mannigfaltig - was würde man sonst von einem Land (oder Staatenbund) erwarten, welches 11 Zeitzonen umspannt, komplett Nordasien plus ungefähr 40% von Europa bedeckt und alle Hauptarten von Landschaften und Klimazonen beinhaltet. Daher ist es keine Überraschung, dass Russland die größten Energie- und Mineralquellen auf der Erde hat. Wenn man die Bevölkerung dieser Supermacht betrachtet, ist man (sehr) überrascht zu hören, dass es gerademal etwas über 140 Millionen sind - ohne Witz!
Unter der Führung von Michail Gorbatschow öffnete sich die UDSSR (Sowjetunion) mehr dem Westen (die sogenannte “Glasnost” Politik). 1991 brach die alte Union zusammen, geflogt von der heutigen Russischen Föderation; seitdem hat eine Vielfalt von Problemen das Land erschüttert. Erst die jüngste Regierungszeit von Vladimir Putin - obwohl manchmal vom Westen als undemokratisch kritisiert - hat der Nation einiges an Stabilität zurückgebracht.

Obwohl wir nur ein Touristenvisa hatten, war es ein weniger großes Problem als erwartet, eine gute Kameraausrüstung in das Land zu bringen. Der Helikopter verursachte eine kleine Diskussion, aber nichts, was nicht bewältigt werden könnte. Alex Bagrov und sein Vater Alexeji holten uns vom Flughafen ab und fuhren uns durch Sankt Petersburg. Abgesehen von furchtbaren Verkehrstaus zu bestimmten Zeiten und auf bestimmten Straßen, ist der alte Teil der Stadt gut restauriert und einfach atemberaubend! Sein Aussehen ist definitiv europäisch, nicht russisch - die Gründe dafür liegen ein Stück zurück in der Geschichte, als die Machthaber einer Politik der Offenheit gegenüber dem Westen folgten.
Wir haben erfahren, dass der Glanz schnell verblasst, wenn man die Gebäude betritt, es sei denn sie sind offiziell oder Touristenplätze. Trotzdem, Sankt Petersburg ist großartig!


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Warum Sankt Petersburg für das WSF Projekt? Nun, es gibt eine große Anzahl guter Gründe. Neben der eindeutigen Tatsache, dass wir dort Freunde haben, war Sankt Petersburg dort für einige Zeit die russische Hauptstadt und nicht nur ein Mal. Es ist kulturell mit Sicherheit einer der wichtigsten Orte im ganzen Land, und es ist weltweit bekannt. Wie gesagt, die Stadt ist einfach erstaunlich - wieviele Gründe braucht man daher noch?
Richtig, eine typisch russische Architektur wäre nicht schlecht - guter Punkt! Aber kein Problem, da es eine große Kathedrale gibt, die in genau dem gleichen Stil erbaut wurde, wie die berühmte Basilius-Kathedrale in Moskau; sie wird die “Blut-Kirche” genannt. Der Name klingt grausam, aber sie wurde von Alexander III. in Erinnerung an die Ermordung seines Vaters erbaut.


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Das Wetter in St. Petersburg ist mehr von der britischen Art: nass und wechselhaft. Am Tag unserer Ankunft war es bedeckt und es schneite, mit teilweise sehr niedrigen Temperaturen. Der zweite Tag war (unerwarteterweise!) viel besser, mit kurzen sonnigen Abschnitten. Wir trafen uns mit Alex, seinem Vater Alexeji und Heli-Alexey (ja wir wissen, eine verwirrende Namensvielfalt :-) ), aus einer coolen Gruppe von Piloten aus St. Petersburg. Es gab sogar noch eine Handvoll anderer Piloten, die dabei sein wollten, aber arbeiten mussten. Gut und schlecht zugleich, da es nicht ratsam ist, mit einer ganzen Gruppe von Leuten zu unangekündigten Scenic Flights aufzutauchen.

Das wahre Problem der Blut-Kirche ist, dass sie neben einem Kanal steht, der mit dutzenden (hunderten!) Stahl- und Elektrodrähten überspannt ist. Die meisten davon gehen direkt über das Wasser, einige davon sind aber diagonal gespannt und es gibt zusätzlich noch einige Bahnen in größerer Höhe. Hmm…
Wir warteten bis zwei Polizeipatrouillen den Platz passiert hatten, den wir ausgewählt hatten und positionierten den Heli dann in einer freien Parklücke. Alex war ein wenig besorgt wegen dem Verkehr und einigen Zuschauern, aber es war kein Problem verglichen mit anderen Plätzen, an denen wir schon zuvor geflogen sind. Das Wasser in Kombination mit den vielen Stahldrähten war eine Herausforderung, andererseits war es hilfreich, denn über dem Kanal zu bleiben bedeutete, dass keine Gefahr für irgendwelche Schaulustigen bestand. Unsere Strategie war, tief zu bleiben, nach Möglichkeit unter den ersten Stahldrähten.


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Die ersten vier Durchgänge verliefen gut und glücklicherweise bekamen wir ziemlich gute Aufnahmen. Das darf man nicht als selbstverständlich ansehen, denn wenn man WSF-Aufnahmen macht, müssen viele viele Dinge bedacht werden; die Wichtigsten sind, wie man das relevante Objekt erfasst, eine gute Perspektive, gutes Licht, angemessene Größe des Helis im Vergleich zur gewählten Umgebung, Zeit genug für den Zuschauer um überhaupt wahrzunehmen was er sieht, geeignete Bewegungen des Helikopters, mögliche Dynamik in der Szene ebenso, wie beim Start und der endgültigen Kameraeinstellung zum Schluss. Nicht zu vergessen, die oftmals schwierigen Windverhältnisse wenn man an solchen Plätzen fliegt und dass der Pilot nicht immer frei in der Wahl seiner Position ist. Dazu kommt, dass Zuschauer sich nicht der potentiellen Gefahr bewusst sein könnten und dass die ganze Aktion von Offiziellen als ungesetzlich oder sonstwas wahrgenommen werden kann. Daher gibt es viele Dinge auf die man achten muss, während man fliegt und die oftmals sehr beschränkten Zeitfenster setzen einen zusätzlich unter Druck.


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Wie auch immer, der fünfte Durchgang brachte den Heli wirklich nahe an einen der Drähte. Ich bin nicht sicher, ob ich ihn wirklich gesehen habe - sowohl Alex, als auch sein Vater haben ihn gesehen, aber unglücklicherweise haben sie nichts gesagt, um mich nicht mehr zu stressen, als zwingend notwendig. Fatal!!!
Mit einem zirpenden Klang stoppte der Heli plötzlich in der Luft, gefolgt von einem lauteren Klang von brechenden Rotorblättern. Das Ganze passierte wirklich sehr schnell! Der Heli hatte fast seinen gesamten Rotorkreis verloren und schien nach unten katapultiert zu werden. Er schlug ziemlich hart auf das Geländer neben dem Kanal und zerbrach in zwei Teile; das Heck fiel auf den Boden, während der ganze Rest direkt runter ins Wasser fiel. Dann wieder totale Stille - wer geblinzelt hatte, hatte die ganze Aktion verpasst!

30 Minuten später. Wir fuhren durch die Stadt und fanden letztlich einen Laden, der Fischerzubehör verkauft. Während Alex und Saskia einen langen Haken und ein Seil kauften, rief ich Nicolas Kaiser und Jan Henseleit an. Ich wusste es nicht genau, war aber ziemlich sicher, dass die Maschine beim Aufprall auf die Balustrade maßgeblich beschädigt worden war. Es stellte sich heraus, dass Jan unglaublich beschäftigt war, mit der Auslieferung der neuesten MP-XL Heli Serie (Anm.d.Übersetzers: ja, an mich! :-) ); zur selben Zeit frass eine (positive) Familienangelegenheit im wahrsten Sinne des Wortes sein letztes Stückchen Zeit auf. Trotzdem stoppte er sofort seine gesamte Arbeit, um seinen eigenen MP-XL E für uns auseinanderzubauen; vielen Dank! In der Zwischenzeit bereitete Nicolas Kaiser aus der Schweiz wieder einmal die FedEx Logistik, unterstützt von Big Boys Toys, vor um Jan’s Heli direkt nach Moskau zu schicken (nein, nicht St. Petersburg - das erklären wir später). Okay, so weit so gut!

Wir fuhren zurück zur Einschlagstelle, wo Heli-Alexey die Stellung hielt. Keine ernsthafte Polizeiaktion oder sowas seit dem Crash, daher war es sicher, nach dem Hauptteil des gesunkenen Helis zu fischen. Wie die meisten von euch wissen, war das nicht das erste Mal, dass ich ins Wasser gestürzt bin… :-) (Ich glaube es war sogar das 5te Mal!).


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Vorausgesetzt es ist frisches Wasser, ist die Elektronik oftmals noch okay, wenn man sie langsam trocknet, daher ist es immer einen Versuch wert die Maschine zu bergen. Alex machte gute Arbeit - nach nur 10 Minuten war der MP-XL am Haken! Schwer beschädigt, inklusive Motor und Drehzahlregler, von der Mechanik ganz zu schweigen. Trotzdem ein gutes Gefühl, die Teile nicht zurücklassen zu müssen und nicht zu wissen, wie schwer der Schaden wirklich war.


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Okay, soviel mal zur St. Petersburg Geschichte - kaputter Helikopter, aber erfolgreiche Mission. Wir fahren trotzdem weiter nach Moskau, also ist das Abenteuer noch nicht zu Ende. Bleibt dran!

Der längste Tag

21. März 2008

Donnerstag, 20. März 2008

Die Dinge sind sehr anders in Russland. Das wussten wir vorher und deshalb floss eine erhelbliche Vorplanung in diesen Trip. Wir sind erst gestern abend in St. Petersburg angekommen - und sind seitdem beschäftigt. In der Tat fühlen wir uns, als würden wir schon seit Wochen hier leben.

Momentan ändern sich die Dinge ultraschnell. In den letzten 48 Stunden habe ich mit so vielen Leuten telefoniert, dass ich das Gefühl habe, die Rechnung wird im Bereich von 1000 Euro liegen. Im Augenblick haben wir langsamste Internetverbindung, die wir jemals hatten, und wir werden schon lange tot sein, bevor wir einen kompletten Blogeintrag mit Bildern schreiben können.
Bis jetzt wollen wir den VIELEN HELFERN hier in St. Petersburg und Moskau DANKEN, plus Nicolas Kaiser aus der Schweiz, Jan Henseleit und Michael Klan (Big Boys Toys) in Deutschland. Es ist das pure Vergnügen, mit euch zu “arbeiten” - dies ist definitiv die Front des extremen R/C Helikoter Fliegens!

Wir kommen bald mit einer detaillierten Geschichte. Bis dahin, gibt es hier eine gute Arbeit von unserem Freund Alekseji; auch wenn ihr vielleicht nicht in der Lage seid, den Text zu lesen, geben euch die Bilder einen ersten Eindruck davon, was abgeht.

http://www.heli-spb.ru/heligraphix.html

Willkommen auf der Überholspur des Lebens! :-)

Nacharbeit & die Frage der Bildqualität

9. März 2008

Freitag, 29. Februar 2008

Auf dem Stansted Airport nahe London hat sich viel verändert, seit ich das letzte Mal hier war. Er sieht sehr modern aus und was sie jetzt sehr ernst nehmen, ist die Sicherheit und Gepäckbeschränkung. Wir haben weltweit zahllose Flughäfen gesehen, aber Stansted schlägt sie alle. Was einerseits sicherlich gut ist, kann andererseits manchmal ein bisschen nervig werden.

Der Flug zurück von Großbritannien war schön; wir landeten spät in der Nacht auf dem EuroAirport in Frankreich. “Bleiben Sie sitzen und angeschnallt, bis das Flugzeug zum völligen Stillstand gekommen ist.” Okay, kein Problem. “Öffnen Sie vorsichtig die Deckenfächer, falls das Gepäck während dem Flug verrutscht ist.” Ich gab einen Teil des Gepäcks an Saskia weiter und legte den Rest auf meinen Sitz. Einige Sekunden später öffneten sich die Türen und wir konnten das Flugzeug verlassen. Wie auf kleineren Flughäfen üblich, die nicht so viele Flugsteige haben, parkte das Flugzeug irgendwo in der Nähe des Flughafengebäudes und man musste den Flieger über Treppen, anstatt über die Fluggastbrücke verlassen. Es war dunkel, und die Treppe war nass und überraschend rutschig. Ich war fast unten an der Treppe angelangt, als ich versuchte einen besseren Halt an meinem Rucksack zu bekommen, den ich in der einen Hand hielt und eine unserer Kameras in der anderen. Und phhhffffliippp - weg! Verdammt, in der Dunkelheit erwischte ich den zweiten Gurt der Kamera, anstatt den des Rucksacks! Er fiel ungefähr 1,5 Meter auf den Betonboden - und wie man nach Murphy’s Gesetz vermuten würde, schlug er so auf dem Boden auf, dass unser treues kleines Notebook ersthaft beschädigt wurde. Perfekt, gut gemacht! Ich hatte eine mörderiche Laune, mit einem Hauch Verzweiflung.

Später im Flughafengebäude schauten wir uns das Gerät etwas genauer an. Das Gehäuse war an mehreren Stellen beschädigt und wenn man es schüttelte, konnte man kleine Teile herumfliegen hören. Es funktionierte nicht, wenn man es einschaltete.
Um es kurz zu machen, schließlich bekamen wir die Daten wieder von der Festplatte und das Notebook ist momentan wieder in einem halbwegs stabilfunktionierenden Zustand. Es sind die unerwarteten und unnötigen Sachen wie dieser Vorfall, die am ärgerlichsten sind. Es ist erstaunlich, wie wichtig Computer für das tägliche Leben und für die eigene Persönlichkeit geworden sind. Krass! Trotzdem, es ist nur ein Computer und das Leben geht weiter, mit oder ohne ihn.

Die Frage der Bildqualität

Nach der Rückkehr von dem zusammenhängenden WSF-Trip um den Globus, verarbeiteten wir die gesammelten Daten und schickten eine Zusammenstellung an unsere Partner; die Resonanz war, wie erwartet, sehr gut. Als wir uns die ganzen Bilder ein zweites Mal anschauten fanden wir heraus, dass einige davon ziemlich dunkel und die Farben nicht korrekt waren. Hmm … komisch, wir hatten während der Reise viel Zeit investiert, die besten Aufnahmen auszusortieren, um sicherzustellen, dass der Weißabgleich usw. so perfekt wie möglich war. Die Bilder auf einem normalen Röhrenmonitor anstatt auf einem Laptop Flachbildschirm anzuschauen, offenbarte nun eine Anzahl an Schönheitsfehlern! Kruzifix! Ich hatte immer vermutet, dass das möglich sein könnte und es war trotzdem ein kleiner Schock herauszufinden, dass es wirklich so war! Das bedeutete zusätzliche Nachbearbeitungszeit… Die Bilder in diesem Weblog sind immernoch unverändert, daher kann das Ergebnis bedeutend unterschiedlich sein, je nachdem ob man sie auf einem richtigen Monitor anschaut, oder auf einem Flachbildschirm.

Es gibt schon die erste Vorabversion des WSF-Films und Patrick Damiani arbeitet an dem offiziellen Soundtrack. Wir sind bald mit den Details zurück!

STONEHENGE

18. Februar 2008

Montag, 18. Februar 2008

Scenic Flights irgendwo im Großraum London zu machen, ist nach den Terroranschlägen in letzter Zeit zweifellos keine gute Idee - vor allem, weil es so viele andere schöne Orte gibt. Wiederum fragten wir alle Leute, die wir erwischen konnten, welche Plätze sie mit Großbritannien in Verbindung bringen. Die Antworten waren unterschiedlich, aber was wir am meisten zu hören bekamen, war “Stonehenge”.
Stonehenge ist definitiv englisches Kulturerbe. Seine mittleren Steinkreise, die für religiöse Zeremonien benutzt wurden, werden auf das Bronze Zeitalter (ca. 2000 v. Chr.) und früher datiert. Die Steine sind wirklich riesig, daher haben viele Menschen ihre eigenen Theorien über Stonehenge, und wer es gebaut haben könnte - vieleicht sogar Aliens aus dem Weltraum (nein, nicht die Franzosen!).

Stonehenge liegt im Bezirk Wiltshere, in der Nähe von Salisbury. Man kann es nicht verpassen, wenn man auf der A303 oder A344 fährt - oder vielleicht doch, weil die Steine nicht glühen und in erster Linie nicht viel mehr sind, als ein paar Felsen auf einer Wiese. Wir untersuchten die Umgebung ein bisschen und fanden drei große Militärkasernen plus mindestens einen Flugplatz. Natürlich nicht die besten Voraussetzungen, um mit einem ferngesteuerten Modellflugzeug zu operieren!


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Heutzutage sind die Steinkreise selbst eingezäunt; in dem Areal sind markierte Fußwege, die von keinem der Besucher verlassen werden dürfen. Richtig, das bedeutet, dass man nicht direkt zu den Steinen gehen und sie anfassen kann! Es steht Sicherheitspersonal zur Stelle, um sicherzustellen, dass jeder die Regeln einhält; sie sind rund um die Uhr da, um Verrückte daran zu hindern, auf den Steinen zu schlafen oder anderen Unfug zu treiben. Zu dumm, denn das hält auch die “guten Verrückten” ab, wie uns! ;-)
Am Stonehenge Ticketschalter erklärten wir, weshalb wir gekommen sind und waren etwas überrascht, dass sie uns nicht wirklich weiterhelfen konnten. Wir müssten die CAA (Zivile Luftfahrt Behörde) und den Direktor des Geländes anrufen, um eine offizielle Erlaubnis zu bekommen. Da der Direktor im Urlaub war, gab es keine realistische Chance, eine Erlaubnis in unserem begrenzten Zeitrahmen zu bekommen. Im gleichen Zuge erfuhren wir auch, dass es eine 200 m Flugverbotszone um die Steinkreise gibt. Hmm…

Im Bewusstsein, dass wir die guten Jungs sind, kamen wir am nächsten Morgen kurz nach Sonnenaufgang wieder. Das Gelände ist zu dieser Zeit noch geschlossen, nur die Sicherheitsleute in ihren knallgelben Jacken sind auf Patrouille. Wir gingen auf dem Hügel über die Straße in Position, in einer Entfernung von etwa 500 m. Ziemlich weit weg, aber der einzig mögliche Weg um den Stunt abzuziehen, ohne Ärger zu verursachen.
Was wirklich zählt für die WSF Bilder, ist die Größe des Helis, im Vergleich zum Monument; je weiter man davon weg ist, um so größer muss auch die Distanz zwischen Heli und Pilot sein. Das hat im Grunde zwei grundlegende Konsequenzen:
1) Der Kamerawinkel ist sehr spitz, was bedeutet, dass der Korridor, in dem sich der Heli bewegen kann, ultra-schmal ist.
2) Man kann leicht mit unscharfen Bildern oder einem verwackelten Video dastehen.

Das abfallende Gelände war ein Problem für den Helicopter. Schnell abzuheben war okay, aber Landen war definitiv unmöglich. Daher mussten wir zwei Extraminuten einplanen, um den Hügel hinaufzurennen(!) und auf einer ebeneren Fläche zu landen. Klingt lustig, ist es aber nicht! Mit dem Heli vor einem wie blöd zu rennen, tief über dem Boden zu fliegen, um ihn nicht zu einem offensichtlichen Ziel am Himmel zu machen, ist ziemlich anstrengend. Die kleine 2,4 GHz Antenne ist hierbei eine große Hilfe; wir sind nicht sicher, ob wir das Gleiche mit einer der langen 35/72 MHz Antennen machen hätten können.
Wenn man die Erklärungen oben berücksichtigt, gab es nicht viel, was wir machen konnten, um sowohl Stonehenge und auch den Heli mit auf’s Bild zu bekommen. Wir versuchten auf dem Rücken seitlich in Richtung der Steine zu driften; unglücklicherweise bedeutete das, in größerer Entfernung und daher nahe, oder sogar über der vielbefahrenen Straße zu fliegen. Das macht es einem noch schwerer - ein schlechtes Gefühl! Dazu kommt noch der kalte und starke Wind und schon hat man es, ein weiteres wahrhaftes Abenteuer!


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WAAAAAAAAHHHH!!! Plötzlich passierte es! Es traf uns wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Ich konnte nichts machen - ich ruderte wie wild an den Knüppeln, ohne Effekt! Die Maschine reagierte auf kein einziges Senderkommando. Er stand einfach da, in 150 m Entfernung, auf dem Rücken und nicht weit von Stonehenge entfernt. Aber Moment! Warum knallt er nicht herunter?! Wir konnten es nicht glauben, aber es sah aus, wie ein schwaches Glühen um die Silhouette des Helicopters herum. Und dann passierte es! Er schoss mit voll negativem Pitch nach oben, 90 Grad in den Himmel hinauf, dann ein weiterer scharfer Turn nach rechts. Als nächstes zwei Loopings, gefolgt von einem senkrechten Fall und einem weiteren horizontalen Abschnitt. WAS ZUR HÖLLE WAR DAS?! Es schien, als ob er versuchte mit uns zu kommunizieren, indem er Buchstaben in den Himmel schrieb: “F-O-O-L”! (”IDIOT” - Anm.d.Übersetzers *LOL*) Heh?! Was soll das bedeuten, eine Art Abkürzung?!

Heh heh heh, war nur Spaß Leute, sorry. :-) Aber das war zu cool, wir konnten einfach nicht widerstehen! ;-)
Es gibt überhaupt nichts Geheimnisvolles über Stonehenge, vorallem nichts Stärkeres als das robbe/Futaba 2,4 GHz FASST System. ;-) Sorry nochmal! Der Heli verhielt sich prima, und das Bildmaterial, das wir gemacht haben, ist den Umständen entsprechend gut.


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Salisbury ist ein netter Ort, den man auch als - naja - “typisch englisch” bezeichnen könnte. Es gibt dort eine berühmte Kathedrale und sie ist wirklich — WOW, groß! Wir hatten uns den Platz einen Tag zuvor angeschaut und fanden, dass es trotz Renovierungsarbeiten an zwei Seiten des Gebäudes einen Winkel geben könnte, von dem aus es gut aussehen würde und es möglich wäre zu fliegen. Die Lichtverhältnisse waren allerdings schlecht - bedeckter Himmel bedeutet normalerweise, dass jegliche größeren Gebäude nur als schwarze Silhouette gegen den hellen weißen Himmel erscheinen. Natürlich kann man etwas dagegen machen, aber dann verschwinden kleinere Konturen, wie der Helicopter. Es ist ziemlich genau das gleiche Problem mit dem hohen Kontrast, das wir am Grand Canyon diskutiert haben (vielleicht wollt ihr den interessanten Beitrag ja nochmal lesen). Wie auch immer, wir wählten einen passenden Kontrast und brachten recht brauchbares Filmmaterial zustande. Der nette Wachmann im Bild unten erklärte uns zuerst, dass es unmöglich wäre, in der Nähe der Kathedrale zu fliegen. Dann erklärten wir, was für ein großartiges Projekt die WSF wirklich sind - und bekamen die Erlaubnis, unter seiner Aufsicht weiterzumachen. Ist das nicht fantastisch?! :-)


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Momentan sind wir unentschlossen, ob wir den Stonehenge oder den Salisbury Flug im finalen WSF Film nehmen sollen. Wenn ihr eine Meinung habt, teilt sie uns mit!

Nach einer kleinen Odyssee sind wir nun dabei, die britische Insel wieder zu verlassen. Vielleicht ist es nicht das beste Filmmaterial, das wir jemals gemacht haben, aber es ist definitiv cool und wir schätzen die Erinnerungen an dieses Abenteuer. Es gibt nicht mehr dazu zu sagen außer: Großbritannien ist ein erfolgreicher Teil der World Scenic Flights geworden; es war ein toller Trip!

BBC - Big Brother Country

17. Februar 2008

Samstag, 16. Februar 2008

Es ist schon eine Weile her, seit ich Großbritannien das letzte Mal besucht habe. Ich war schon einige Male auf der Insel, und meiner Meinung nach hat sich nicht viel verändert. Die Leute fahren immernoch auf der falschen Seite der Straße (es gibt nur die RECHTE und die FALSCHE Seite, oder?) und es ist ein Rätsel, warum es nicht zahllose Unfälle durch Besucher aus anderen Ländern gibt, in denen man auf der rechten Seite fährt. Ich habe mich mehr oder weniger daran gewöhnt, auch auf der linken Seite zu fahren, aber mit der linken Hand zu schalten, ist immernoch ein lustiges Gefühl. Das potentiell Gefährlichste ist, rechts abzubiegen - man neigt dazu, zuerst nach links zu schauen und schonmal in die Straße zu rollen. Fatal!

Wir sind mehr als 150.000 km um die ganze Welt gereist und haben die meiste Zeit englisch gesprochen. Vor allem östliche Kulturen haben oft ihre Probleme mit der Sprache - und ironischerweise, auch die Briten! :-) Es kommt darauf an, wo man ist, aber die Aussprache variiert sehr im ganzen Land, und es gibt Teile, in denen es schwierig wird, die Leute zu verstehen. Zumindest für die, die das BBC Englisch oder die Amerikanische Verison der Sprache gewohnt sind (was auch immer das sein mag).

Bezüglich BBC: das könnte für “Big Brother Country” stehen. Egal wo man hingeht, wird man von einer Menge Kameras beobachtet. Überall, 24 Stunden, kein Entkommen. Die Leute haben sich offensichtlich daran gewöhnt; sie scheinen die Schilder gar nicht mehr zu sehen: “Videoüberwachung - für ihre Sicherheit”. Es ist eine gute Frage, ob die zusätzliche Sicherheit den Verlust an persönlicher Freiheit ausgleicht, oder nicht. Einige werden rufen: “Natürlich!”, während andere wiederum nochmal darüber nachdenken und die Stirn runzeln. Tatsache ist, dass das jeder für sich selber entscheiden muss. Aber die Wahrheit ist: es macht keinen Unterschied! Und am Ende, wird der Rest der Welt dem britischen Beispiel folgen. Auf diese Weise schaffen wir eine sichere Welt. Gerecht, gleich - und möglicherweise total eintönig. Hey, eine Sekunde! Ist das nicht genau die Geschichte, die vor einigen Jahrzehnten in östlichen Staaten so verheerend falsch gelaufen ist? Nun, wenn es eines gibt, das die Menschheit offenbar nie getan hat, dann ist es, aus der Geschichte zu lernen. Aber lassen wir das an dieser Stelle; wir haben die Reise nicht gemacht, um die Nation oder die Welt zu retten, oder?


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Großbritannien ist definitiv eine Klasse für sich, und es gibt Spuren seiner reichhaltigen Geschichte im ganzen Land. Zahllose Burgen und andere Monumente warten auf einen Besuch (wofür man wirklich die meiste Zeit braucht!), jedes davon hat eine spannende Geschichte zu erzählen. Gegenüber anderen Ländern, gab es hier nicht viele Zerstörungen während dem Zweiten Weltkrieg, das gesamte Gebiet ist ein historischer Ort. Wir haben nicht viele Plätze auf der Welt gesehen, wo es so ähnlich aussieht - der alte, “typische englische” Zauber ist immernoch in all den hübschen Dörfchen sichtbar. Einige würden veraltet sagen, andere nennen es malerisch; beide haben in gewisser Hinsicht recht. Aber Tatsache ist - England ist noch da, in all seiner Pracht, und es ist so cool wie seit jeher! Letzten Endes sind wir aus einem Grund hierher gekommen!

Um die übliche Verwirrung zu vermeiden, hier sind drei Definitionen:
a) Das “Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland” (UK) setzt sich zusammen aus England, Schottland und Wales, plus dem nördlichen Teil der irischen Insel.
b) “Großbritannien” bezieht sich auf die britische Hauptinsel und seine kleinere Nebeninsel. Wie oben erwähnt ist das England, Schottland und Wales. Offiziell steht Großbritannien nicht mehr für ein Land, sondern nur für die Insel ansich.
c) “England” ist das Land, das den größten Teil Großbritanniens bedeckt.

Okay, das war’s mal für den Moment. Wir stecken mitten im Abenteuer und sind bald mit atemberaubenden Details zurück. Bleibt dran!

Das Großherzogtum Luxemburg

16. Februar 2008

Donnerstag, 14. Februar 2008

Das Leben war in den letzten Tagen und Wochen wirklich ziemlich stressig, seit wir von dem zusammenhängenden WSF-Trip um den Globus zurückgekommen sind. Okay, es ist immer stressig, aber irgendwie scheint es, als ob HeliGraphix über seine Grenzen hinauswächst und sowohl organisatorische, als auch logistische Arbeit in einer Größenordnung verursacht, die locker eine ganze Mannschaft an Mitarbeitern den ganzen Tag beschäftigen könnte. Es ist eine gute Frage, wie wir es hinbekommen, das in unser Leben zu integrieren - auf der anderen Seite ist es vielleicht genau das, was uns einfach dabei hilft, unser wahres Leben und die “normale” Arbeit am Laufen zu halten.
Trotzdem verlangt jede extra Belastung ihren Tribut: der Schlafmangel und die Verwantwortung und Loyalität unseren Partnern gegenüber macht es manchmal schwer, das anfängliche Feuer, den ursprünglichen Geist durch das alltäglichen Dickicht scheinen zu sehen. Heute hat HeliGraphix weltweit einen exzellenten Ruf; wir bekommen die Mittel und sind fähig, Projekte zu bewältigen, von denen wir bis vor ein paar Jahren nur träumen konnten. Aber da wir keine Kompromisse in punkto Qualität eingehen, und da wir unsere Partner und diejenigen, die an uns glauben, niemals enttäuschen wollen, ist der Arbeitsaufwand im gleichen Tempo gewachsen. Es wird in der Zukunft vielleicht einen Zeitpunkt geben, an dem wir zu unseren ursprünglichen Wurzeln zurückkehren (müssen).

Direkt nachdem wir letzten Samstag von der Spielwarenmesse in Nürnberg zurückgekommen waren, packten wir wieder unsere Sachen und fuhren Richtung Luxemburg - nach nur ein paar Stunden Schlaf. Die Fahrt war ganz okay und wir erreichten das letzte souveräne Großherzogtum der Welt am frühen Sonntag Nachmittag. Das Wetter war perfekt, auffallend blauer Himmel mit ein paar schönen Kondensstreifen von Flugzeugen. Wir hatten mit einigen Leuten aus Luxemburg gesprochen, um herauszufinden, was ihre Sehenswürdigkeit Nummer Eins wäre, die ihr Land repräsentiert; es kam immer die gleiche Antwort: Die “Gëlle Fra” - die “Goldene Frau”. Patrick Damiani gab uns die Richtungen und wie schon einige Male zuvor, benutzten wir ein Navigationssystem, um so nahe an die Stelle heranzufahren, wie möglich. Der Unterschied dieses Mal war, dass die goldene Statue der Frau auf einer Säule steht - und die Säule… stand mitten auf einem überfüllten öffentlichen Parkplatz!


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Luxemburg ist ein kleiner, landumschlossener Staat, gesäumt von Belgien, Deutschland und Frankreich. Luxemburg ist Mitglied der Europäischen Union und zählt ungefähr 500.000 Einwohner, ein Großteil davon sind Einwanderer aus anderen europäischen Staaten, hauptsächlich Portugal. Es hat eine hochentwickelte Wirtschaft und mit fast 90.000 US-Dollar das höchste pro Kopf Einkommen in der Welt. Verbüffend! Offizielle Sprachen der parlamentarischen Demokratie (aber konstitutionellen Großherzogtum) sind Luxemburgisch, Deutsch und Französisch.
Was heute ein angesehenes Land ist, das viele Institutionen und Behörden der Europäischen Union beherbergt, wurde ursprünglich als römische Festung gegründet. Und um jegliche Verwirrungen zu vermeiden: Luxemburg ist nicht nur der Name des Landes, sondern auch der seiner Haupt- und größten Stadt. 1994 wurde letztere von der UNESCO, wegen ihrer historischen Bedeutung und reichhaltigen Architektur, zum Weltkulturerbe erklärt. Das ist nicht zu übersehen, wenn man durch die älteren Teile der Stadt geht.

Die “Gëlle Fra” ist so etwas wie die Freiheitsstatue für Luxemburg. Sie wurde ursprünglich 1923 gebaut und von deutschen Besatzern 1940 während des Zweiten Weltkriegs zerstört. Diese Tat verwandelte sie in ein Symbol des Wiederstandes und später der Freiheit; 1985 wurde sie wieder in ihrer urspünglichen Form errichtet. Ziemlich beeindruckend, vorallem wenn sie schön von der Sonne angestrahlt wird.
Symbole sind generell eine sehr wichtige Sache im menschlichen Denken, weil sie Ideen darstellen. Solche Verbindungen in jeglicher Art von (politischen) Beziehungen oder im Krieg zu missachten, ist ein fataler Fehler, denn Ideen sind mehr als Fleisch und Knochen - sie sind nicht aufzuhalten! Sie überdauern Generationen - durch die Hilfe von Symbolen. Wie die “Goldene Frau”.


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Das 2,4 GHz FASST System von Robbe/Futaba ließ uns in zahllosen Flügen, in Ländern rund um den Globus, nicht im Stich. Als wir mit unserem Henseleit ThreeDee MP-XL E vom öffentlichen Parkplatz um die “Goldene Frau” abhoben, beteten wir, dass es nur dieses eine Mal noch genau so gut funktionieren würde. Nun, es hat uns nicht enttäuscht, und trotz den etwas böigen Windverhältnissen, die durch einige nahe, weitverzweigten Bäume hervorgerufen wurden, verliefen die Flüge gut genug.


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Da die Statue selbst nur etwa zwei Meter hoch ist, aber auf einer hohen Säule steht, ist die Anzahl der passenden Manöver, die man fliegen könnte, sehr beschränkt. Wir wählten einen mehr oder weniger geradlinigen Anfang, in dem der Heli vor der luxemburgischen Flagge startet und in Richtung Säule fliegt, dann steigt er hoch zu der Skulptur, schwebt für eine kurze Weile und pirouettiert schließlich in den wundervollen blauen Himmel. Wir waren ziemlich glücklich mit dem Filmmaterial, ebenso wie die vielen netten Zuschauer. Wir erklärten die WSF Mission und zeigten viele coole Bilder; einer der Jungs war aus Argentinien und sah uns scharf an: “Wann kommt ihr nach Argentinien?” Der Nächste sprang sofort auf das gleiche Thema auf: “Was ist mit der Türkei, warum kommt ihr nicht in die Türkei?!” — Puh, mal ehrlich Leute, es gibt nahezu 200 unabhängige Länder in dieser Welt, und auch wenn die meisten davon wirklich einen Besuch wert sind, sind wir nicht sicher, ob wir es überall hin schaffen. Also Geduld bitte! :-)


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Wir sind gerade am London Stansted Flughafen in Großbritannien angekommen und sind komplett erschöpft. Zeit den Heli aufzubauen, etwas ausruhen und zu essen. Danach fahren wir zu einem sehr berühmten, antiken Ort… mal sehen, ob die britische Nation ebenso gewillt ist, uns bei der weltgrößten Mission in der Geschichte des Modellsports zu helfen!